Dissonanzen nutzen

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Wie Dissonanzen in der Nachhaltigkeits-kommunikation gesellschaftliche Widersprüche sichtbar machen.

Die interdisziplinäre Tagung Dissonanzen. Unbequeme Potenziale, harmonische Widersprueche? an der Universität Hamburg widmete sich der Frage, wie Reibung, Brüche und Irritationen in Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft nicht nur stören, sondern Erkenntnis ermöglichen.

Im Zentrum meines Beitrags stand die Rolle von Dissonanzen in der Nachhaltigkeitskommunikation. Ausgehend von der Beobachtung, dass Nachhaltigkeit zwar als zentraler Wert gilt, ihre Vermittlung jedoch häufig widersprüchlich oder unglaubwürdig wahrgenommen wird, wurden Dissonanzen auf zwei Ebenen betrachtet: Als kognitive Spannung zwischen Einstellung und Verhalten sowie als kommunikative Spannung zwischen unternehmerischer Rhetorik und öffentlicher Wahrnehmung.

Der Beitrag argumentierte dafür, Dissonanzen nicht vorschnell auflösen zu wollen. Gerade dort, wo Unsicherheiten, Ambivalenzen und Reibungen bestehen bleiben, entstehen produktive Reflexionsräume für nachhaltiges Handeln und seine Kommunikation.

 
 

Institutionen

Isa Lohmann-Siems Stiftung,
Warburg-Haus in Hamburg

Universität Hamburg,
Fakultät für Geisteswissenschaften,
Fachbereich Kulturwissenschaften,
Institut für Historische Musikwissenschaft

Leitung
Laura-Maxine Kalbow
Sonja Kerkloh
Lisa Thumm


Veranstaltung

Die Tagung wird im Rahmen des Forschungsprojekts Dissonanzen der Isa Lohmann-Siems Stiftung Hamburg abgehalten.

Datum
20.-21. Februar 2026

Link zur Tagung
Link zum Tagungsflyer


Funktion

Referentin
researcher, participant, expert, keynote speaker


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